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Nov 12 2019

Langjähriges Engagement wird gewürdigt

 

Thomas Meyer-Enzl erhält Hans-Heinrich-Stelljes-Preis

 

Vermutlich kennt ihn jedes Mitglied des LKC. Seit Jahrzehnten engagiert er sich aktiv im Lüneburger Kanu Club als Sportler, Trainer und als Sportwart im Vorstand. Er organisiert Trainingslager, gemeinsame Paddelurlaube, Wettkämpfe und widmet einen großen Teil seiner Freizeit dem Kanusport. Die Rede ist von Thomas Meyer-Enzl. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde er 2019 mit dem Hans-Heinrich-Stelljes-Preis ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Preis würdigt die Sparkassenstiftung ehrenamtliches Engagement in Lüneburg und Umgebung. Vergangenes Jahr ging der Preis im Bereich Sport an unser Vereinsmitglied Thomas, welcher den Preis im Huldigungssaal des Lüneburger Rathauses entgegen nahm. Die Laudatio wurde von Stefan Kubbe, dem Abteilungsleiter der Kanusparte des MTV Luhdorf/Roydorf, gehalten. Er dankte Thomas sowohl für seine Tätigkeiten in Lüneburg als auch für seinen Einsatz als niedersächsischer Landesfachwart im Kanuslalom.
Neben Thomas wurden auch die JazzIG um Carmen Sillmann, die Sternsinger und das Fridays for Future Organisationsteam Lüneburg geehrt. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von den Musikern der JazzIG, welche mit kurzen Einlagen zu einer entspannten Atmosphäre beitrugen. Nach der Ehrung und mehreren kurzen Reden von bspw. dem Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Landrat Manfred Nahrstedt eröffnete Letzterer das Buffet – klasse Sache.

Musiker der JazzIG bei der Preisverleihung

 

Im Interview beantwortet der Preisträger dem LKC nun exklusiv einige Fragen.

 

Thomas, wann und wie bist Du zum Paddeln und zum LKC gekommen?

Das war so 1978. Es gab damals nur den LKC zum Paddeln und vorher hatte ich Hockey, Fußball und alles Mögliche ausprobiert – das war alles nichts, es hat mir keinen Spaß gemacht. Und dann bin ich zum Paddeln gekommen, das war aber nur Wanderfahren. Es gab nicht mal wirklich Vereinsboote und du konntest nicht paddeln, wenn du kein eigenes Boot im Bootshaus hattest. Friedhelm (Jost) hat damals das Jugendtraining geleitet und du konntest dann einmal die Woche so ein bisschen die Ilmenau hochpaddeln, dafür gab es dann ein paar Boote. Ein paar von denen gibt es immer noch. (lacht)

Ich bin dann ein paar Jahre, so zwei oder drei, viel wandergefahren und mit 13 zum Wettkampfsport gekommen; Kanuslalom und Wildwasser-Abfahrt. Angefangen habe ich für den LKC und bin erstmals zur Deutschen gefahren, als ich 14 war. Es gab aber keine Trainer und auch sonst nichts. Und ich bin eben dadurch, dass ich mit einigen anderen viel Strecke gefahren bin, einfach fit gewesen. Irgendwann hat mich Thomas Gefeller gefragt, ob ich nicht mal Wettkämpfe fahren will… tja, und dann habe ich einen C1 bekommen und mir noch ein Kajak gekauft. Der C1 liegt hier auch noch irgendwo rum. In beiden Bootsklassen bin ich dann bei der Deutschen gestartet. Da lief es so, dass meine Mutter mich zum Wettkampf nach Ischgl gefahren hat und dann wieder abgefahren ist. Und ich musste dann sehen, wie ich das mit 14 alles regle. Ich bin dann mit meinem Boot zu Fuß die 3,5 km hochgelaufen und da runtergefahren. Bei der dritten Fahrt habe ich das Boot dann kaputtgefahren und musste mich dann um die Reparatur kümmern. Von Wildwasserfahren hatte ich noch nicht so die Ahnung und das Ganze war sehr lustig. Ein Jahr später bin ich dann Deutscher Vizemeister geworden…

Thomas in Aktion

 

Und, hat Dich die Auszeichnung überrascht?

Ja, definitiv, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung hat mich angerufen und mir gesagt, dass sie mich ausgewählt haben. An dem Tag, als der Beirat tagte, um die PreisträgerInnen auszuwählen, war zufällig der Bericht unseres Wettkampfes in der LZ erschienen – so ist die Wahl auf mich gefallen.

 

Was für sportliche Pläne hast Du für die Zukunft?

Das kann ich im Moment noch nicht genau sagen. Ehrlich gesagt weiß ich es nicht – ich versuche gerade, das sportliche Niveau dahinzubringen, dass jeder, der in Lüneburg Slalom fährt, bei den deutschen Top-Events mitfahren kann und gut klar kommt. Wir haben nicht die Trainingsbedingungen, um dort was zu reißen, aber wir können auf jeden Fall dort runterfahren und gut zurechtkommen. Wildwasser IV können wir fahren und daran arbeite ich jetzt verstärkt. Die Älteren will ich bei der Stange halten und die Jungen verbessern, was nicht immer leicht ist.

 

An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch an Thomas!

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