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Jun 30 2014

Eine alles andere als kühle Vereinsfahrt von Slalomsportlern und Wanderfahrern

Tage bei über 30 Grad

EFotos waren fünfundzwanzig PaddlerInnen im Alter von sieben bis siebzig Jahren, die sich auf den Weg nach Sömmerda in Thüringen zur diesjährigen LKC-Vereinsfahrt von Wanderfahrern und Slalomsportlern machten. Der Weg führte uns entweder über den Harz oder in einem sanften Bogen an den steilen Passagen vorbei. In Sömmerda angekommen war dann auch auf frei thüringerisch der ‘Sömmer da’, es gab tagsüber Temperaturen um dreißig Grad im Schatten. Wir durften wieder die Verschiedenartigkeit der Menschen feststellen: Genauso wie es diejenigen gibt, die sich im Winter nur in Dreiviertelhosen wohlfühlen, gab es unter uns einige wenige, die sich auch im Sommer quasi nicht von ihrer Bärenfellmütze trennen und bei denen erst ab 30 Grad das Kältegefühl langsam nachlässt.

Buntes Lager, buntes Programm

Unser Lager war genauso bunt wie die Mannschaft: Vom Zelt über Wohnwagen, Klappzeltanhänger bis zum ausgebauten Gemüsetransporter waren alle Unterkünfte vertreten – es schlief nur niemand in seinem Boot. Das Programm war abwechslungsreich: Es gab die Neulinge, die tatsächlich diese komischen kurzen Boote ausprobierten, die sich auf der Stelle drehen, einen stumpfen Bug haben und denen ein Steuer fehlt. Manche Paddler behaupten, das müsse so sein ;-)! Die erwachsenen Neulinge in den Slalombooten wurden aber völlig in den sportlichen Schatten gestellt von den Kindern, die sich mit zusammengebissenen Zähnen, auch mal mit einer kleinen Träne, aber mit  großem Elan in die Wildwasserbahn stürzten. Unseren Profisportlern gebührt großer Dank, dass Ihr Euch mit uns Anfängern so gelassen abgemüht habt!

Wir unternahmen eine Wandertour auf der Unstrut, der man die Düngemittelbelastung vor allem wegen des niedrigen Wasserstands ansah, bei der aber trotzdem alle – vor allem auch die Kinder – viel Spaß hatten. Auf der Unstrut konnte man übrigens tatsächlich ‘Blitzer im Gebüsch’ entdecken, die es gut getarnt auf vorbeiziehende Paddler abgesehen hatten.

Entspannte Freizeitgestaltung

Daneben gab es noch vielerlei weitere Arten des Vergnügens: Wanderfahrer, die ab Sömmerda die Unstrut noch flussabwärts erkundeten, Fahrradfahrer, die feststellten, dass die liebliche thüringische Landschaft durchaus auch laaanggezogene Steigungen hat, Fahrradfahrer, die feststellten, dass es zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald zum Glück nur eine Steigung gibt, die aber 18 Kilometer lang ist, Hungrige, die von einheimischen Gastwirten ‘das letzte Abendmahl’ empfingen.

Eine echte Vereinsfahrt

Es gäbe noch viele Anekdoten zu erzählen, über die Öffnungszeiten von Restaurants oder Eiscafés in Sömmerda, einem Kanadier im Wildwasserkanal, freundlicher Hilfeleistung bei leeren Autobatterien, zusammenbrechender Stromversorgung beim Kaffeekochen, planwirtschaftlich geführten Duschen mit vorgeschriebener Duschzeit, von Unverzagten, die auf das Boot verzichteten und mit Schwimmweste und Helm den Kanal hinunterrutschten, das Lernen der Bedeutung von ‘Länge läuft’, wenn Wanderfahrer vor bissigen Slalomsportlern flüchten mussten, Freundschaftsarmbändern, paralleler Dreigrillbenutzung und, und, und…

Das Fazit lautet…

Es war eine wirklich schöne Fahrt. Sportlich, sehr entspannt und vor allem bei den Mahlzeiten in großer Runde ein nettes Beisammensein mit vielen Gesprächen. Wir haben ‘neue alte’ Vereinsmitglieder kennengelernt und sind damit im Verein – ob Feierabendpadler, Slalomsportler oder Wanderfahrer – wieder ein deutliches Stück zusammengerückt.

Weitere Bilder findet Ihr hier…

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